Aussicht auf die Vulkane beim Tongariro Crossing auf der Nordinsel von Neuseeland

Im Menschenstrom auf dem Rücken des Vulkans

Zwei Vulkane. Unzählige Menschen: Das Tongariro Crossing in Neuseeland! 🌋

Die Wandertour auf dem Rücken der zwei Vulkanzwillinge ist berühmt & ebenso beliebt … So stand das Tongariro Crossing ebenfalls auf unserer ToDo-Liste. Von Taupo ging es unserem Mietwagen in weniger als 2 Stunden in den Tongariro Nationalpark, wo wir auf einem kleinen Campingplatz für 13 NZ$ unser vorübergehendes Zuhause gefunden hatten.

Weg zum Campingplatz mit Ausblick auf den Mount Ruapehu

Zum Glück trafen wir dort zwei gut informierte Gleichgesinnte, die uns noch ein paar wirklich wertvolle Tipps mit auf den Weg gaben. So erfuhren wir, dass es quasi unumgänglich ist, mit einem Shuttle zum Track zu fahren. Durch den enormen Ansturm auf das Tongariro Crossing waren die Parkplätze wohl so verstopft, dass die Parkdauer auf 4 Stunden beschränkt wurde. Angeblich besteigen bis zu 1500 Menschen täglich den Vulkan. 😲

Dank des ein oder anderen Regenschauers entschieden wir uns dann sogar doch noch einen Tag später loszuziehen. So kam es dazu, dass wir im National Park Village noch einen gemütlichen Tag im Café ‚The Station‘ mit unzähligen Runden Canasta verbrachten.

‚The Station‘ im ‚Nationl Park Village‘

Um den angekündigten Menschenmassen noch irgendwie halbwegs zu entgehen, brachen wir ganz besonders früh auf. Unser Shuttle fuhr tatsächlich schon um 5:40 Uhr ab, so dass wir um  6:00 Uhr am Track starten konnten.  An diesem morgen erzielte ich wenig überraschend meinen persönlicher Rekord im Frühaufstehen in Neuseeland! 🏆

Blick auf den morgendämmerlichen Vulkan

Und obwohl wir so früh auf Wanderschaft waren, sah man bereits zu dieser Zeit schon alle 50 Meter eine Wandergruppe. Schon krass! Aber so eroberten wir gemeinsam den Rücken des Vulkans und blickten hinab in den eindrucksvollen Krater vom Tongariro.

Vulkan-Krater beim Tongariro Crossing
Der Vulkan-Krater vom Tongariro Vulkan

Nur einen kleinen Abstieg später konnten wir dann die berühmten drei Schwefelseen erspähen. Die Wasserfarbe dieser Seen war wirklich besonders, an den Geruch mochte ich mich aber nicht gewöhnen. Mittlerweile hatte sich auch eine kleine Menschenschlange gebildet, die sich den Weg durchs Geröll bahnte. 1500 war wohl nicht übertrieben!

Einen Blick zurück zeigte nochmal auf welch atemberaubenden Vulkan wir unterwegs waren. Der Tongariro ist übrigens stolze 1967 Meter hoch.

Aussicht auf die Vulkane beim Tongariro Crossing auf der Nordinsel von Neuseeland

Man Ende ist man auch nur eine kleine Ameise im eindrucksvollen Naturschauspiel dieser Welt.

Der Track führte uns weiter zu einem weiteren spiegelgleichen Bergsee, wo wir unsere Mittagspause mit Essen& Schlafen verbrachten.

Danach begann der harte Abstieg, der sich wie Kaugummi dahinzog und nochmal eine ordentliche Portion Zeit abverlangte. Also nicht unterschätzen. Aber natürlich trotzdem sehr gut machbar … Generell ist der Track als Tagestour auch für nicht so Wandererprobte gut zu meistern!

Alles in einem

Landschaftlich war das Tongariro Crossing wirklich unglaublich beeindruckend und lohnenswert, so das ich die Tour jederzeit wieder machen würde! Doch die täglichen Menschenmassen sind irgendwie untypisch für Neuseeland und stören natürlich etwas die Atmosphäre. Aber darauf kann man sich ja auch einstellen und dann ist es halb so schlimm!

Und was stört schon wirklich, wenn man die Chance hat, einen Vulkan zu bezwingen. 😄

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