Dieser Eine Tag in Neuseeland

Gibt es diese Kategorie ‚Lieblingstage‘ im Leben?

Ich glaube in Neuseeland hatte ich so Einen. Wenn man von einer gemütlichen Nacht aufwacht, zu einem einsamen Strand fährt, mit den Wellen ringt und Seelöwen beim Sonnenbaden beobachtet … Wenn man zu Wasserfällen wandert, die steilste Straße der Welt bezwingt und einen Leuchtturm dabei beobachtet, wie er gegen Wind und Wetter kämpft … Wenn man erst am Campingplatz ankommt, wenn es dunkel ist, weil einem der Tag nicht lang genug war … Ich glaube dann darf man das einen ‚Lieblingstag‘ nennen.

Dieser Tag begann in Dunedin, wo wir bei einer Freundin meiner Freundin übernachteten und seit Tagen mal wieder in einem richtigen Bett schlafen konnten. Trotz der gemütlichen Ausgangslage wollten wir schon früh aufstehen, um als Erster am Victory Beach zu sein.

Victory Beach

Mit dem Camper fuhren wir aus der Stadt und machten uns zu Fuß auf zum Victory Beach. Das dauerte circa 30 Minuten …

Dort angekommen waren wir tatsächlich ganz allein. Also hatten wir den wunderschönen Strand ganz für uns allein. Nur ein paar Seelöwen waren schon wach, die genüsslich auf den Felsen flätzten und die ersten Sonnenstrahlen aufsogen.

Unsere Fußspuren am Victory Beach

Nach einem Sprung ins Wasser machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg, wo uns dann auch die ersten Menschen entgegen kamen.

Zurück in Dunedin frühstückten wir erstmal ein leckeres Toast mit Avocado überbacken und machten uns dann auf zur Baldwin Street, die ja bekanntlich die steilste Straße der Welt ist. ☝🏻

Baldwin Street in Dunedin – Die steilste Straße der Welt

Dort waren wir jedoch nur kurz, um möglichst schnell in die Catlins zu kommen. Aber natürlich mussten wir uns gerade dann einer zweistündige Schotterpiste verirren! Dafür bin ich fest davon überzeugt ganz nah einen Adler gesehen zu haben. 🦅 Und das war es dann wohl auch wert! Und irgendwie sind wir ja dann auch in den Catlins gelandet …

Die Catlins

In den Catlins habe ich das erste Mal meine Liebe zu den neuseeländischen Wäldern entdeckt. Ich war fast sprachlos bei dem urwaldigen Anblick und es ist einfach genial rechts ranzufahren, 15 Minuten zu gehen und an einem rauschenden Wasserfall anzukommen. So machten wir das drei, viermal …

Der Purakaunui Fall in den Catlins

Ein Wasserfall nach dem anderen … 😍

McLean Falls – Upper Falls

Ein weiteres Tagesziel war der höchstpersönlich recherchiere ‚Kaka Point‘, der sich letztendlich zu meiner Enttäuschung doch als ‚Nugget Point‘ herausstellte. Was nun wirklich nur halb so cool klingt. Name hin oder her … Auf jeden Fall erwartete uns dort ein Leuchtturm wie aus dem Bilderbuch und ein toller Blick auf die felsigen ‚Goldklumpen‘ vor der Küste.

Leuchtturm am Nugget Point
Die Goldklumpen am Nugget Point

Auf dem Weg dorthin entdeckten wir noch einen rauen, einsamen Steinstrand und fuhren besonders vorsichtig, falls Seelöwen die Straßen überqueren wollten (siehe 🖼).

Erst spät abends kamen wir dann auf unserem Campingplatz im Curio Bay an, wo wir im dunkeln durchaus Mühe hatten einen geeigneten Platz für unseren Camper Van zu finden. Es hat dann aber doch noch alles geklappt!

Und damit ging dieser wirklich ganz besondere Tag zu Ende! So viel erlebt und das alles an nur einem Tag …

Am nächsten Tag schliefen wir erstmal ein bisschen aus und merkten dann erst, wo wir eigentlich gelandetet waren … Denn auch Curio Bay ist ein wirklich toller Ort! Gerade den versteinerte Wald fand ich sehr faszinierend.

Also meine Empfehlung: Unbedingt von Dunedin durch die Catlins nach Curio Bay reisen .. gerne aber etwas mehr Zeit mitbringen, als wir im Gepäck hatten.

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